Archiv für die Kategorie „Aktuelles“

Andacht am 01.04.2020

Lutz Donnerhacke schrieb am Mittwoch, 1. April 2020

Momentan denken viele von uns darüber nach, was wir gerade alles nicht dürfen: Freunde treffen, die Eltern und Großeltern besuchen, zur Schule und zur Arbeit gehen, Konzert- und Theaterbesuche sind tabu und auch ins Kino dürfen wir nicht, die Restaurants und Geschäfte sind geschlossen, wir können keinen Sport im Verein treiben. Die Liste ist lang.

Wir haben Angst selbst zu erkranken oder einen lieben Angehörigen zu verlieren.

Dabei übersehen wir oft die herrlichen Geschenke, die wir gerade bekommen und nach denen wir uns in „normalen“ Zeiten so sehr sehnten.

So haben wir auf einmal richtig viel Zeit – Zeit mit den Menschen, mit denen wir zusammenleben, Zeit für unsere Haustiere, Zeit zum Wandern und Spazierengehen und vor allem viel Zeit Dingen nachzuspüren.

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich selbst fühle die Nähe Gottes momentan viel stärker als sonst.

Wie oft hat man in den vergangenen Monaten den Wunsch nach Entschleunigung vernommen – nun ist es an uns, dieses Geschenk neben all den Einschnitten in unserem Leben auch zu sehen.

Getreidesprößlinge mit Kreuz und TeelichtenVermutlich wird uns diese Krise alle etwas verändern – unser Fokus wird sich wieder stärker auf das richten, was im Leben wirklich wichtig ist.

Werte wie Dankbarkeit, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe gewinnen wieder an Bedeutung.

Unsere Kinder bekommen jede Woche einen Brief von unserer Gemeinde. Im ersten waren Teelichte, Hölzer um ein Kreuz zu basteln und Weizensamen. Der Weizen wächst jeden Tag ein Stück, die Halme werden immer größer und stärker.

Wir haben die Zeit, um dieses Wunder jeden Tag mitzuerleben.

In diesem Sinne wünsche Ich Ihnen neben Gesundheit auch die Zeit zum Innehalten und Gottes Segen!

Ihre Hanka Glunz

Andacht am 31.03.2020

Constanze schrieb am Dienstag, 31. März 2020

Ich kann es nicht mehr hören. Überall wohin ich höre geht es um Corona.

Es nervt. Dabei habe ich es noch gut. Ich darf arbeiten gehen. Menschen sehen, aus mindestens 1,5 Meter Entfernung zwar, aber immerhin. Mich nervt es abends als letztes noch zu schauen, was morgen schon wieder nicht mehr geht und morgens als erstes zu schauen ob noch was dazu gekommen ist.

Doch dann kommen mir die Menschen in den Sinn für die ich, für die wir das machen. Die Menschen die wir lieben. Nicht nur die eigene Familie, da sind die Nachbarn und Freunde, aber auch die Frauen und Männer vom Kirchenchor und des Gemeinderats und Gemeindebeirats, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Bibelstunden und Gottesdienste, die Senioren und Seniorinnen, die Junge Gemeinde, die Konfirmanden und Konfirmandinnen, die Familien der Familienfreizeit und des Kinderkirchenkarusells. Nachdem ich an all diese wundervollen Menschen gedacht habe (es mögen mir bitte diejenigen verzeihen, die ich vergessen habe) , bin ich auf einmal nicht mehr genervt, sondern froh so viele wunderbare Menschen zu kennen. Dann denke ich an all die Menschen, die ich nicht kenne und wünsche Ihnen diese Liebe. Ich bin dankbar dafür, das mich Gott immer wieder daran erinnert, was das Wichtigste ist.

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Korinther Kapitel 13 Vers 13)

Amen

Videoandacht im Kirchkreis am 30.03.2020

Lutz Donnerhacke schrieb am Montag, 30. März 2020

Die heutige Videoandacht im Kirchkreis spricht unsere Gemeindepädagogin Angelika Büttner.

Andacht am 30.03.2020

Peter schrieb am Montag, 30. März 2020

Liebe Gemeindeglieder,

zum Wochenbeginn grüße ich Sie herzlich aus dem sogenannten “Homeoffice”. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, meine tägliche Arbeit hier ohne größere Einschränkungen fortführen zu können. Derzeit sind noch Semesterferien, die auch unter “normalen” Bedingungen Raum für wissenschaftliche Betätigung oder, wenn man so will, Schreibtischarbeit lassen, bevor der Lehrbetrieb des Sommersemesters beginnt. Allerdings – da ich normalerweise ausschließlich im Büro arbeite, bin ich nach fast zwei Wochen Uni-Schließung immer noch dabei, mich an die neuen Umstände zu gewöhnen. Der tägliche Weg zur Arbeit, die Begegnung mit den Kollegen, der mittägliche Spaziergang zur Mensa – diese längst nicht mehr hinterfragten Selbstverständlichkeiten erscheinen plötzlich als Sehnsuchtsorte aus einer anderen Welt. Und sie machen nachdenklich: über die Nichtigkeit allen menschlichen Denkens und Planens, über die Risiken unserer globalisierten Welt, aber eben auch über die Bedeutung der kleinen Bausteine unseres Alltags, deren Wahrnehmung und Würdigung allzu schnell verblaßt in einem mit (oft selbstgewählten) Aufgaben und Terminen völlig überfrachteten Leben.

Werden mich diese langen Wochen ohne regelmäßige persönliche Kontakte, ohne Gottesdienstbesuch und Kulturveranstaltungen verändern? Werde ich die mit einem Mal vermißten Aktivitäten, die ich lange Zeit doch eher “konsumiert” und der Hektik des Alltags untergeordnet habe, künftig mit anderen Augen sehen? Werde ich dem erzählfreudigen Kollegen auf der Treppe bereitwilliger Zeit schenken, anstatt meinen Schreibtisch rufen zu hören? Kann ich mich geduldiger den Anliegen meiner Studierenden widmen, ohne stets ein Zeitbudget im Hinterkopf zu haben? Werde ich mich überhaupt mehr an der Gegenwart meiner Mitmenschen freuen und über das auch Anstrengende mancher Begegnung hinwegsehen können?


Ich weiß es nicht. Ich hoffe es aber. Erst durch die Distanz wird uns der Wert vieler Dinge bewußt. Erst das Nicht-haben-können oder -dürfen läßt uns vieles (wieder) begehrenswert erscheinen. Ich tröste mich einstweilen mit der Gemütlichkeit unseres Zuhauses – wozu richten wir uns eigentlich heimelig ein, wenn wir doch die meiste Zeit der Woche außer Haus verbringen? Ein wenig fühle ich mich wie der alte Hieronymus, der sich glücklicherweise auch noch rechtzeitig vor Toresschluß einen Internetzugang einrichten konnte, um an seinem Tablet Homeoffice zu betreiben. Ein paar Bücher, einige Ruhekissen, ein Kreuz für die Andacht – was braucht man mehr? Die Sonne lacht fröhlich ins Fenster, wie sie das die gesamte zurückliegende Woche auch bei mir getan hat. Auch der alte Bibelübersetzer wird sich wohl gleich auf den Weg nach draußen machen, um mit seinen beiden Haustieren an der Leine den Frühling zu begrüßen.

Tun wir es ihm nach und bleiben demütig und dankbar in allem, was unser Schöpfer auch in diesen schwierigen Tagen an kleinen (und manchmal auch größeren) Freuden für uns bereithält. Lernen wir die selbstverständlichen “Kleinigkeiten” unseres Alltags wieder neu entdecken und schätzen, um auch dann, wenn uns dereinst wieder alles Denkbare möglich zu werden scheint, nicht zu vergessen, woher uns alles kommt.

Peter Stein

Andacht am 29.03.2020

Maria Krieg schrieb am Sonntag, 29. März 2020

Prospektboxen für geistliche Worte im KGV Lobeda

Ralf Krieg schrieb am Samstag, 28. März 2020

“Not macht erfinderisch”, heißt es. Und wenn die Pfarrerin allein und traurig zur verlassenen Kirche geht, sucht sie nach Ideen: was tun? Kann die Gemeinde nicht mehr kommen, dann muss es neue Wege geben. Helfer montieren Prospektboxen an Schwarze Bretter und Schaukästen. Genial. Anleitungen zu Andachten, Trost- und Glaubensworte – Evangelium – wird zum Mitnehmen dort zu finden sein!

Diese Ringelblume steckte an der Kirchentür. Ein orangener Tupfer Hoffnung. Unser Glaube ist oft wie Farbe in unserem Leben, wenn alles trist und unwirklich erscheint.

Sehen Sie unten oder klicken (mehr …) und entdecken Sie diese Blume in den Acrylkästen an verschiedenen Orten. Vielleicht macht es Ihnen Spaß, die Orte zu erraten, wo sie angebracht worden sind.

Vielleicht haben Sie bei einem Spaziergang Lust, einen dieser orangenen Tupfer zu entdecken.

Vielleicht sind Sie gespannt, was uns durch die Blume gesagt wird… 

dann holen Sie sich gern einen Flyer.

 

 

(mehr …)

Andacht am 27.03.2020

Lutz Donnerhacke schrieb am Freitag, 27. März 2020

Danke.

Es ist erst eine Woche her, seit es diese Andachten hier auf der Webseite gibt. Seit zwei Wochen sind die Restaurants und die Schulen zu. Mir erscheint es viel länger. Wie aus einer längst vergangen Zeit.

Was hat sich nicht alles geändert? Wie schnell ist es gegangen? Haben wir wirklich erst vor zwei Wochen bei den Großeltern zusammen Geburtstag gefeiert? Inzwischen sieht man sich nur noch aus der Ferne, damit wir in Zukunft noch viele Geburtstage zusammen feiern können.

Da abzusehen ist, dass der Zustand bis nach Ostern, vielleicht bis Pfingsten, andauern wird, möchte ich Sie einladen, den Blick auf die positiven Dinge zu richten.

Ein Teil der Familienmitglieder hat sich zum gemeinsamen Video-Chat getroffen. Man hat miteinander gesprochen, Nichten und Enkel haben die älteren Herrschaften erfreut, mit ihnen konzentriert gesprochen. Alles haben zugesehen und sich mit ihnen gefreut. Man möchte sich öfter per Video sehen. Bis dahin ruft man sich gegenseitig häufiger und länger an, bleibt im Gespräch.

Auch innerhalb der Gemeinde ersetzt ein Anrufdienst den bisherigen Besuchsdienst, zur Freude der Angerufenen. Vielleicht hat man sogar mehr Zeit im Gespräch als sonst. Schließlich sind die Wege kürzer. Mehr miteinander zu reden, ist üblich geworden. In Thüringen wird fast dreimal soviel telefoniert, wie vor einigen Wochen. Wir sollten das beibehalten, als guten Vorsatz.

Und wenn man mal raus muss? Einkaufen übernehmen oft die Nachbarn oder die jüngeren Verwandten. Aber zum Arzt?Online Wartezimmer Diese Woche musste ein Hautarzt konsultiert werden. Auf der Webseite der Praxis wurde eine Video-Sprechstunde angeboten, die wir ausprobierten. Fotos von der Problemstelle machen und hochladen, Versicherungsdaten abgeben und wir fanden uns in einem Wartezimmer wieder. Kurz darauf öffnete sich ein Videochat mit einer Ärztin im Homeoffice, sie hat ihr Kleinkind bei sich. Entspannt von Couch zu Couch wurde diagnostiziert und das Medikament kommt zwei Tage später direkt von der Apotheke per Post. Nach einer halben Stunde war alles vorbei. Genial! Das möchte ich auch behalten.

Trotzdem bohren die Fragen: Wie geht es weiter? Hat es überhaupt einen Sinn, das öffentliche Leben so runter zu fahren? Ist die Sorge wegen so einer Grippe nicht übertrieben?

Es ist keine Grippe, denn die Influenzaviren kennt unser Körper, unser Gesundssystem. Viele sind geimpft oder haben die Krankheit schon durchgemacht. Diese immunen Personen geben den Virus nicht weiter. Das bremst die Ausbreitung. Bei SARS-CoV.-2 ist das anders. Es gibt keine immunen Personen, ein Impfstoff ist noch nicht verfügbar, Medikamente zur Behandlung der schweren Fälle auch nicht. Aber wir können so tun, als seinen wir immun: Wir geben den Virus einfach nicht weiter, weil wir zu Hause bleiben. Soweit die Theorie.

In der Praxis zeigen die Maßnahmen in Jena Wirkung. Bastian Stein erstellt täglich ein Bild der Krankheitsmeldungen. Es zeigt, dass wir den gefürchteten exponentiellen Verlauf sei einigen Tagen verlassen haben und auf eine abflachende Kurve einschwenken. Wir haben sogar schon die ersten fünf genesenen Patienten. Das macht Hoffnung. Es zeigt uns, wie gut wir in Jena es schaffen, die Immunität zu simulieren. Unser Krankenhaus wird nicht überrannt werden. Voll ja, aber nicht überrannt.

Danke.

Euer Lutz Donnerhacke

Andacht am 26.03.2020

admin schrieb am Donnerstag, 26. März 2020

Tage voller Befürchtung, Entscheidung, Handeln, Bangen – Wie diese Kältewelle… Nachtfrost minus 6 Grad. Und die Pfirsichblüte, welche ich hier als Gruß zur Verbundenheit schicken möchte, wäre jetzt eigentlich braun verdorrt. Vater, ich danke Dir für diese herausfordernde Situation, denn ich fühle mich momentan so tief in deine Hand gegeben: Diese Blüte strahlt heute, weil ich den Versuch wage, sie zu schützen. Ich habe sie mit Fließmatten vor der Kälte isoliert, und ich trage zweimal in der Nacht Wärmflaschen zu meinen Pfirsichbäumchen. Es ist ein bisschen wie mit dem Wandschirm für die Rose des Kleinen Prinzen. Ganz schön außergewöhnliche  Maßnahmen… übertrieben? – na wenn ich auf die braunen Nachbarbäumchen blicke kommt mir Vertrauen, dass sie wirken und das Handeln fühlt sich richtig an. Ich danke dir, Gott, dass du mich den Rhythmus der Natur spüren lässt und mich am Tiefpunkt dieser Kälte erwachen lässt, 5 Uhr, Wärmflasche rausbringen, Konsequenz ist jetzt gefragt. Ich brauche keinen Wecker – oder ist der Ruf der Amsel, die meinen Garten bewohnt mir jetzt Wecker? Sehr sehr leise durch das geschlossene Fenster kann er wohl eher unterbewusst zu mir dringen. Wie auch der erste Lichtschein deines beginnenden neuen Tages aufweckt, obwohl er schlafenden Augen verborgen bleiben mag. Bitte gib mir die Weisheit, diese Vernetzung mit dem Ganzen, in welchem Du strahlst, jeden Moment zu erkennen und zu leben: bitte trage mich, denn die Fragen sind groß – Ist der Aufwand wirklich richtig? Was wird nach der Kälte? Beim Hantieren mit diesen Maßnahmen der Isolierung werden andere Pflänzlein getreten, wird Wachsen gestört, entsteht Unsicherheit… Soll die Kälte vielleicht einfach in ihrer Härte zuschlagen können, weil durch ausbleibende Pfirsiche die Bäumchen Kräftiger wachsen könnten und so letztlich stärker würden? Ist das Eingreifen in den Lauf der Natur motiviert durch Gier nach vielen Früchten? – Und da übernimmt meinen Gedankenstrom deine Stimme und schallt aus deiner Schöpfung: …Wille geschehe…helfe deinem Unglauben… Frieden…suche…und jage ihm nach…will dem Durstigen geben…So viel du brauchst! Ich nehme meine Flöte und spiele, und bin ganz in den Klangschwingungen deiner Hand getragen. Amen!

Euer Jens.

 

Andacht am 25.03.2020

hendel schrieb am Mittwoch, 25. März 2020

Liebe Leser,

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ (Johannesevangelium Kapitel 12 Vers 24)

Das ist der Spruch, der nach unserer Kirchenjahresordnung vom Sonntag Laetare her über dieser Woche steht.

Die Kinder vom Kinderkirchenkarussell probieren es gerade zu Hause aus, was passiert, wenn ein Weizenkorn in die Erde gesteckt wird. Wir wissen es schon: seine Gestalt löst sich auf. Aus seiner Umgebung nimmt es Erde auf und verwandelt sich in eine neue Gestalt. Nur das Wesentliche, sein genetischer Bauplan, bleibt erhalten, nein er vervielfältigt sich sogar: eine ganz neue Pflanze wächst heran und bringt viele solcher Weizenkörner hervor. Das braucht Zeit und ist unseren Augen zunächst verborgen. Aber es geschieht wirklich und es ist zum Staunen, zum Freuen.

Jesus erklärt Seinen Jüngern am Schicksal des Weizenkorns, was mit Ihm Selbst geschehen wird: Auch Er erstirbt und wird in die Erde gelegt. Er ist offen für die leblose Materie um Sich herum. Er gibt Seine menschliche Gestalt auf und lässt Sich mit allen, die Seine Nähe suchen, zu einem neuen Organismus, einem neuen Leib auferwecken. Wir können das nicht ergründen. Aber es geschieht wirklich und es ist zum Staunen, zum Freuen (lat.: laetare).

Diese Passionszeit ist in besonderer Weise dazu geeignet, in die Nähe Jesu zu kommen und alles mitzubringen, was an uns leblose Materie ist. Er kann sie verwandeln. Der französische Mathematiker und Christ Blaise Pascal (1623-1662) hat gesagt: „Es ist nicht auszudenken, was Gott aus den Bruchstücken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie ihm ganz überlassen.“ Nutzen wir die unerwarteten Freiräume in diesen Tagen, um Jesus zu suchen, auf Ihn zu warten, Sein Anklopfen wahrzunehmen und unser Leben tiefer mit Ihm zu teilen. Er wird Sich uns in unseren Herzen als der Lebendige zu erkennen geben und uns Stück für Stück mit Seinem Wesen prägen.

In Jesu Nähe wachsen wir gleichsam zu Seinen Früchten heran, bestimmt dazu, selbst Jesu Leben und Wesen weiterzugeben – wie das Weizenkorn in der Erde.

Eine so erfüllte Passionszeit wünscht Ihnen

Ihr Roland Hendel

Andacht am 24.03.2020

Ingrid Poschmann schrieb am Dienstag, 24. März 2020

Liebe Gemeindeglieder,

Sie kennen alle die Worte aus Jesaja 42: Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen. Schauen Sie auf das Bild aus dem Martin-Niemöller-Haus.

Der Altar ist geschmückt mit zwei Lilienblüten.

Über Nacht ist eine der Blüten abgeknickt. Aber die zweite Blüte steht in ihrer vollen Pracht.

Was für ein Symbol für unsere Zeit in der wir gerade leben.

Das geknickte Rohr ist ein bildlicher Vergleich, den Gott gebraucht um die Art und Weise zu beschreiben in der sein Auserwählter vorgehen kann um auf der Erde die rechtmäßige Ordnung der Verhältnisse wiederherzustellen.

Aber wir haben auch die blühende Lilie. Die noch aufrecht steht. Sehen Sie in diesem Symbol die Zukunft für uns alle.

Was wir im Moment erleben erscheint uns unheimlich, es gibt für keinen mehr einen normalen Alltag.

Wir erleben Einschränkungen und sozialen Verzicht.  Akzeptieren wir sie, die Einschränkungen.

Leben wir sozial so gut es möglich ist. Telefonieren wir, machen wir Musik und stellen wir Kerzen auf, gehen wir online, beten Sie für sich oder andere Menschen.

Aber tuen wir alles dafür um gesund zu bleiben.

Denn ich möchte keine Tränen in den Augen meiner Kinder und Enkel sehen.

Auch deshalb nehme ich ihre Sorgen ernst und ihre Fürsorge an. Was mir ehrlich gesagt nicht immer leicht fällt.

Mein großer Dank gilt allen Menschen die für uns tätig sind. Egal wie und wo.

Bleiben Sie Gesund und behütet.

Ihre Ingrid Poschmann