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Musikal. Ökum. Andacht – 20.02.21 – Peterskirche

Ralf Krieg schrieb am Mittwoch, 17. Februar 2021

🌏Weltgebetstag 2021 4 Pazifisches Inselland Vanuatu

Ralf Krieg schrieb am Mittwoch, 17. Februar 2021
Ingrid Poschmann / Kristin Weigel

Liebe Gemeinde,

Heute lesen Sie etwas über die Religion und die Bildung 🔗 in Vanuatu.

Es ist immer die gleiche Szene: Erst ertönt ein Muschelhorn. Dann bricht plötzlich eine Gruppe laut schreiender Krieger im Rock aus Naturmaterialien durch das Unterholz und bedroht die Neuankömmlinge mit Speeren und Holzknüppeln. Schließlich tritt ein weiterer Krieger aus dem Hintergrund und bildet mit zwei Palmenblättern ein Dach über seinem Kopf, das Zeichen für Willkommen. So werden auch heute noch Fremde in den Kastom-Dörfern rund um Port Vila begrüßt.

„ Wir sind keine Kannibalen mehr, sondern Christen“ sagt Sreeve Joel.

Die Religion ist neben dem Kastom die zweite tragende Säule des Landes. 🔗

In Vanuatu sind 83% der Bevölkerung Christen und gehören einer christlichen Kirche an. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam mit Kaufleuten und Kolonialherren auch die Mission nach Vanuatu.

Die ersten beiden Missionare, John Williams und James Harris, die 1839 in Erromango an Land gingen wurden ermordet und verspeist.

Ihnen nachfolgende Missionare hatten mehr „Glück“ und so konnte zu Beginn der 50iger Jahre des 19. Jahrhunderts die Presbyterianische Kirche in Vanuatu gegründet werden. Sie ist noch heute die größte Kirche auf Vanuatu, neben der anglikanischen, katholischen Kirche und einigen Freikirchen.

17 % der Ni-Vanuatu, so nennen sich die Einwohner selbst, sind Nichtchristen und folgen traditionellen Religionen.

In der Unabhängigkeitsbewegung Mitte des letzten Jahrhunderts spielten die Kirchenleute eine zentrale Rolle.

Der Sonntag gehört auf Vanuatu der Familie und der Kirche. Es gehört dazu in den Gottesdienst zu gehen. Besonders die Frauen sind in den Gemeinden aktiv. Sie bereiten samstags die Gottesdienste vor, besuchen Kranke und helfen bei allen, die Hilfe brauchen.

Bildung: 🔗

In Vanuatu besteht Schulpflicht. Allerdings sind nur die ersten 6 Jahre verpflichtend. Die Regierung unterstützt die Schulen bei der Finanzierung der Gebühren für die ersten 6 Jahre, um mehr Kindern den Zugang zur Bildung zu ermöglichen. Oft müssen die Kinder aus den ländlichen Gebieten weite Strecken zu Schule gehen. Einige müssen sogar schon in sehr jungen Jahren das Haus verlassen und ein Internat besuchen. Danach gehen ca. 50% der Schüler und Schülerinnen in weiterführende Schulen.  Mädchen wie Jungen zur gleichen Anzahl. Allerdings muss man sich die weiterführende Schule  auch leisten können.

Nach dem Abschluss der Sekundarschulausbildung besteht die Möglichkeit einer Hochschulausbildung in Übersee (z.B. Australien oder Neuseeland) oder an der Universität in Port Vila.
Die Alphabetisierungsrate bei Jugendlichen beträgt 95,7 % und bei Erwachsenen 87,5%.

Das war wieder ein Blick in ein Land, das uns fern und doch so nah ist.

Bleiben Sie gesund und behütet,

Es grüßen Sie
Kristin Weigel und Ingrid Poschmann

Fastenandachten 2021 – mittwochs – Peterskirche

Ralf Krieg schrieb am Samstag, 13. Februar 2021

🌏Weltgebetstag 2021 3 Pazifisches Inselland Vanuatu

Ralf Krieg schrieb am Mittwoch, 10. Februar 2021
Kristin Weigel / Ingrid Poschmann


Liebe Gemeindemitglieder,

ich möchte Ihnen heute etwas aus den Bereichen Tradition, Religion und Bildung zum diesjährigen Weltgebetstagsland Vanuatu berichten.

Die Traditionen und Brauchtümer, in Bislama, einer der Hauptlandessprachen auch „Kastom“ genannt, sind wie die Religion eine der tragenden Säulen des Landes. Sie können touristisch in sogenannten Kastom-Dörfern erlebt werden, wirken aber auch heute noch in der Gesellschaft Vanuatus in viele Lebensbereiche hinein und bestehen nicht nur aus den hier vorgestellten Traditionen sondern bestehen auch aus Regeln und Gebräuchen die für jedes Dorf / jede Insel unterschiedliche sein können und doch das Leben miteinander und untereinander regeln.


Wassermusik 🔗

Die Wassermusik ist ein traditioneller Brauch der Frauen auf der Insel Gaua und wird seit Generationen von den Müttern an die Töchter weitergegeben. Als Frauen sind sie traditionell vom Fischfang ausgeschlossen, haben aber trotzdem eine starke Bindung zum Meer und nutzen das Wasser um Musik zu machen. Dabei stehen die Frauen bis zu den Hüften im Meer und schlagen und trommeln mit ihren Händen rhythmisch auf das Wasser und erzeugen so eine Vielzahl von Klängen, je nachdem ob mit der Faust, der hohlen oder der flachen Hand auf die Wasseroberfläche geschlagen wird. Dazu singen sie überlieferte Geschichten Ihrer Vorfahrinnen. Die Geschichten, die die Frauen singend erzählen, sind wie die Tradition Jahrhunderte alt. Sie erzählen von der Verbindung zwischen Mensch und Natur, von Liebe, Freundschaft aber auch von Kämpfen.

Für die Frauen von Lembot auf Gaua ist die Wassermusik nicht mehr nur reines „Hobby“, viele Verdienen auch Ihren Lebensunterhalt damit und tragen dazu bei Ihre Familien zu ernähren.

Die Frauen von Gaua haben es mit Ihrer Wassermusik auch außerhalb von Vanuatu zu einiger Berühmtheit gebracht und treten auch mehrmals im Jahr auf Festivals und Veranstaltungen in anderen Teilen der Welt auf, zum Beispiel beim Rainforest Music Festival in Malaysia


Sandmalerei 🔗

In einem Land mit über 100 Sprachen und noch vielen regionalen Dialekten diente und dient die Sandmalerei oder auch „Sandroing“ – in Bislama – der Verständigung untereinander. Mit ihr können Botschaften übermittelt, Mythen, Rituale und eine Fülle an Informationen zur Kosmologie, Liederzyklen, Anbaumethoden, Architektur, Handwerk, Design und choreographischen Mustern weitergegeben und Gedanken und Naturphänomene erläutert werden. Es ist eine alte Kulturtechnik, die in den zentralen und nördlichen Inseln von Vanuatu vorkommt und von vielen Menschen in Vanuatu auch „Sandraeting“, also Sandschrift genannt wird. Hierbei wird mit dem Finger in einer Linie ohne Absetzen ein Muster in den Sand gemalt.

Die Sandzeichnungen wurden 2003 von der UNESCO als Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit anerkannt und 2008 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

Naghol oder Land Diving 🔗


Eine der bekanntesten Traditionen ist Naghol oder auch Land Diving, welches von der Insel Pentecost stammt und dort auch noch jedes Jahr zwischen April und Juni stattfindet. Der Legende nach war die erste Springerin eine Frau, welche vor ihrem ausfälligen Ehemann floh und sich auf einem hohen Baum versteckte. Als ihr Mann sie fand und ihr folgte, sprang sie vom Baum und ihr Mann sprang ihr hinterher und starb. Er war sich nicht bewusst, dass seine Frau Ihre Knöchel mit Lianen gesichert hatte.

 

Eine Zeit lang wurde Naghol nur von Frauen durchgeführt. Heute ist es ein Mutprobe für Jungen und Männer und wird nur noch von ihnen durchgeführt. Diese Tradition kann auch als Ursprung oder Anregung für das heutige Moderne Bungee Jumping gesehen werden.

 

 

Ich hoffe Ihnen einen kleinen Einblick in die Themen geben zu können.

Bleiben Sie gesund und behütet,

Ihre Kristin Weigel

Musikal. Ökum. Andacht – 13.02.21 – Peterskirche

Ralf Krieg schrieb am Montag, 8. Februar 2021

🌏Weltgebetstag 2021 2 Pazifisches Inselland Vanuatu

Ralf Krieg schrieb am Mittwoch, 3. Februar 2021
Ingrid Poschmann

Sei wie eine Kokospalme

ist das Lebensmotto von Juliette Pita der Künstlerin,  die das wunderschöne, sehr eindrückliche Bild zum Weltgebetstag gemalt hat.

Sie ist die bekannteste Künstlerin des Landes. Hat ihren Abschluss als erste Frau am Institut National de Technologie in Vanuatu gemacht.

Juliette Pita hat weltweite Ausstellungen.  Zum Beispiel in Paris, Australien, der Schweiz und in England. Trotzdem ist es nicht einfach sie in Vanuatu  zu finden.

Sie wohnt mit Ihrem Sohn und der Schwiegertochter in einer Wellblechhütte von 20 m2 .

Diese Hütte ist auch ihre Werkstatt.

Das Leben in Vanuatu findet tagsüber fast nur im Freien statt.

Alles Geld was sie verdient gibt sie an Menschen weiter die es brauchen. Für das Schulgeld der Kinder, für medizinische Behandlungen oder ähnliches. Sie sagt, sie brauche nichts und möchte auch nicht den Neid anderer auf sich ziehen. Menschen die den Neid anderer auf sich ziehen kann es in Vanuatu sehr schlecht gehen. Dahinter steckt auch die Angst vor dem bösen Blick, vor Flüchen und Geistern.

Das Bild, das sie speziell für den Weltgebetstag angefertigt hat zeigt eine betende Mutter, die sich schützend über ihr kleines Kind beugt.

Im Hintergrund brechen Wellen. Eine Palme biegt sich über die beiden, durch den starken Wind niedergedrückt aber gehalten von den starken Wurzeln. Leuchtende, helle Farben, ein buntes Bild – auf den ersten Blick wirkt es harmonisch.

Das Bild trägt den Namen Pam II. Pam war der Zyklon der im März 2015 mit ca. 300 km in der Stunde über Vanuatu hinwegfegte. Der Zyklon hat auch Tote gefordert. Deshalb die Kreuze.

Juliette Pita hat sich während  des Zyklons mit Familie und Nachbarn in einen Schiffs Container gerettet. Dort verbrachten sie eine Nacht, konnten nur beten.

Am Morgen nach dem Sturm war auf den Inseln kein Blatt mehr an den Bäumen, alles was in den Gärten oder Feldern  angebaut wurde war  vernichtet. Die Menschen haben sich die ersten Wochen nur von Kokosnüssen ernährt. Die lagen in Massen auf der Erde.  Die Kokospalmen mit ihren starken Wurzeln konnte der Zyklon nicht vernichten. Sie sind ein Sinnbild dafür , dass das Leben weiter geht.

Unverwüstbar die Kokosnuss

kraftspendende Frucht

nährt Hoffnung

macht Mut zum Leben.

Eva Maria Hübert


Bleiben sie behütet
Ihre Ingrid Poschmann

Musikal. Ökum. Andacht – 06.02.21 – Peterskirche

Ralf Krieg schrieb am Montag, 1. Februar 2021

⛪ Kirchenblatt – Februar 2021 – KGV Lobeda

Ralf Krieg schrieb am Montag, 1. Februar 2021

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📽 Familiengottesdienst – Aufzeichnung MNH

Lutz Donnerhacke schrieb am Sonntag, 31. Januar 2021

Unser Familiengottesdienst zum 31. Januar 2021 ist online. Es geht heute um den jungen Jesus im Tempel.

Musikal. Ökum. Andacht – 30.01.21 – Peterskirche

Ralf Krieg schrieb am Donnerstag, 28. Januar 2021