Liebe Gemeinde
Es ist noch viel zu tun in Vanuatu, ein überaus heikles Thema.
Vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass die Menschen in Vanuatu auf dem Glücksatlas an zweiter Stelle in der Welt stehen. Verwundert habe ich mich ein wenig intensiver darüber informiert und was kam heraus:
In Vanuatu wurden bei dieser Umfrage nur die Männer befragt. Es ist ein Witz, dass
Vanuatu offiziell das Land mit der glücklichsten Bevölkerung ist. Keiner hat die Frauen nach ihren Problemen gefragt. Und vermutlich hätte auch keine über ihr Probleme geredet.
Für Frauen ist Vanuatu das schlimmste Land der Welt, sagt eine Frauenaktivistin die anonym bleiben möchte. “Alles bei uns ist auf den Nakamal konzentriert, auf den Ort, wo sich die Männer im Dorf treffen wo sie über alles reden und wo alles entschieden wird.
Keine Frau darf sich dort blicken lassen.”
Dafür sind die Frauen aber für alles zuständig, was das Leben und Überleben der Familie betrifft. Das gelte auch nach den nicht seltenen Naturkatastrophen wenn die Ernte vernichtet ist. Dann stellen sich die Männer hin und fragen wo das Essen bleibt. Als Mann aber selbst Hand anlegen ist undenkbar.
Die Frauen in Vanuatu kümmern sich um Kinder, Essen, Wäsche und ein mögliches Einkommen für die Familie.
1980 wurde von einem Mann der Nationale Frauenrat gegründet. Walter Lini ist anglikanischer Pfarrer und der erste Premierminister des Landes. Er wollte eine Institution in der die Frauen eine Stimme bekommen.
In Vanuatu hat aber nach wie vor der Mann das sagen. Überlieferte Traditionen sind in Vanuatu sehr langlebig.
Die Frau müsse den Mann auf allen Ebenen und in allen Bereichen des Lebens respektieren.
“Respekt ist in unserer Kultur ein ganz wichtiger Wert. Und religiös wird das Ganze noch untermauert.” Sagt Anita Deroin, die Präsidentin des Nationalen Frauenrates.
Laut Verfassung gilt in Vanuatu die Gleichberechtigung der Geschlechter. Ein Gesetz soll Frauen vor häuslicher Gewalt schützen. Die Realität sieht anders aus.
Gewalt gegen Frauen ist in Vanuatu ein heikles Thema. Vor allem bei häuslicher Gewalt ist in Vanuatu das Papier geduldig. 2011 gab es durch das Frauenzentrum eine Umfrage unter 2.300 Frauen zur Gewalterfahrung in Ehe und Partnerschaft und fast zwei Drittel (60 %) gaben an, dass sie schon einmal oder mehrfach physische und/oder sexuelle Gewalt erlebt haben. 21% der Frauen haben bleibend Verletzungen davon getragen. Trotzdem stimmt die Hälfte der Frauen der Aussage zu, dass eine Frau ihrem Mann gehorchen muss. Und 40% finden es sogar wichtig, dass der Mann der Frau zeigen müsse, dass er der Chef ist.
Die Genderfrage ist ein sehr sensibles Thema. Es geht dabei nicht allein um Rechte sondern auch um Rollen. Und die sind in einer Gesellschaft, die sehr stark von patriarchalen Traditionen geprägt ist, zementiert.
Kirchlicherseits gib es Ansätze dies zu ändern. Es gibt mittlerweile in fast allen Kirchen eine Gender- und Frauenbeauftragte. Frauen müssen sich zusammentuen um gehört zu werden.
Aber um tatsächlich etwas zu erreichen müssen Frauen und Männer zusammen arbeiten. Besonders wichtig ist das bei Fragen der Gleichberechtigung.
Junge gut gebildete Ni-Vanuatu Frauen sind dabei die Hoffnungsträger das sich langsam etwas ändert.
Beten wir für die Frauen in Vanuatu. Das können wir auch außerhalb des Gottesdienstes.
Bleiben Sie gesund und behütet.
Es grüßt Sie Ingrid Poschmann



Als Frauen sind sie traditionell vom Fischfang ausgeschlossen, haben aber trotzdem eine starke Bindung zum Meer und nutzen das Wasser um Musik zu machen. Dabei stehen die Frauen bis zu den Hüften im Meer und schlagen und trommeln mit ihren Händen rhythmisch auf das Wasser und erzeugen so eine Vielzahl von Klängen, je nachdem ob mit der Faust, der hohlen oder der flachen Hand auf die Wasseroberfläche geschlagen wird. Dazu singen sie überlieferte Geschichten Ihrer Vorfahrinnen. Die Geschichten, die die Frauen singend erzählen, sind wie die Tradition Jahrhunderte alt. Sie erzählen von der Verbindung zwischen Mensch und Natur, von Liebe, Freundschaft aber auch von Kämpfen.
Mit ihr können Botschaften übermittelt, Mythen, Rituale und eine Fülle an Informationen zur Kosmologie, Liederzyklen, Anbaumethoden, Architektur, Handwerk, Design und choreographischen Mustern weitergegeben und Gedanken und Naturphänomene erläutert werden. Es ist eine alte Kulturtechnik, die in den zentralen und nördlichen Inseln von Vanuatu vorkommt und von vielen Menschen in Vanuatu auch „Sandraeting“, also Sandschrift genannt wird. Hierbei wird mit dem Finger in einer Linie ohne Absetzen ein Muster in den Sand gemalt.
Sie ist die bekannteste Künstlerin des Landes. Hat ihren Abschluss als erste Frau am Institut National de Technologie in Vanuatu gemacht.
besteht aber vor allem aus sehr viel Wasser. Knapp 300.000 Menschen wohnen dort, verteilt auf die einzelnen Inseln. Die meisten Menschen Leben in Dörfern, es gibt nur zwei Städte. Die Hauptstadt ist Port Vila.
Er sagt von sich: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh.8,12). Und zu seinen Nachfolgern sagt er: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14). Wir können versuchen, das Licht von Gottes Angesicht widerzuspiegeln, so können in dunklen Situationen kleine Lichter aufleuchten.
