Andacht am 30.04.2020

Unser täglich Brot gib uns heute.

Wie oft  habe ich, haben wir diese Worte schon gesprochen.

Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass immer Brot vorhanden ist. Und natürlich nicht nur Brot. Der Satz: der Mensch lebt nicht vom Brot allein hat zwar eine andere Bedeutung, aber wer ist schon gern trockenes Brot.

Ich, zum Beispiel esse gern trockenes Brot. Vor allem wenn es frisch ist.

Uns Deutschen wird ja eine besondere Beziehung zum Brot nachgesagt. Hunderte von Sorten soll es in ganz Deutschland geben und trotzdem  habe ich mir einen frischen Sauerteig angelegt um selber manchmal ein Brot zu backen. Ab und an brauche ich den Geruch von frischem Brot. Dieser Duft hat was von nach Haus kommen, von Geborgenheit. Auch schmeckt es mir einfach besser.

Kein Brot, oder nichts zu essen im Haus, für uns nicht vorstellbar. Dass das nicht überall auf der Welt so ist, das muss ich Ihnen nicht erzählen.

Unser täglich Brot heißt es, nicht mein täglich Brot um das wir bitten.

Der aus unserem Kirchenkreis stammende emeritierte Pfarrer Gotthard Lemke betreut seit seinem Ruhestand  die kleine lutherische Gemeinde in Baku (Aserbaidschan).

Die Kollekte für den Sonntag Jubilate (3. Mai) ist für diese Gemeinde in Baku bestimmt.

Ich zitiere aus dem Brief von G. Lemke:

Auch in Baku ist die Situation durch die Ausbreitung des Corona-Virus bestimmt. Alle öffentlichen Einrichtungen sind geschlossen. Moscheen und Kirchen ebenso. Viele leiden darunter, zumal das Geld knapp wird. An dem Öl des Landes verdienen nur wenige Menschen. Das Volk ist bettelarm.

Wir sind dabei, Lebensmittel, finanziert durch das Auswärtige Amt, an unsere Gemeindeglieder und viele Bedürftige zu verteilen. Gern würden wir die Aktion wiederholen.

Deswegen erbitten wir Ihre Kollekte für Lebensmittel als Zeichen der Ermutigung.

Wir freuen uns über die Verbundenheit mit Ihnen und grüßen Sie herzlich.

Pfarrer G. Lemke

Teilen von Brot ist ein Hauptbestandteil des christlichen Glaubens. Darin liegt unsere Hoffnung, denn wer teilt, teilt auch die Sorgen aber auch die Freude.

An unseren Gottesdiensten dürfen zurzeit nur 30 Personen  teilnehmen und Kollekte darf handlich nicht eingesammelt werde.

Die Kollekte für den Sonntag Jubilate (3. Mai) ist für diese Gemeinde in Baku bestimmt.

Sollten sie überlegen die Gemeinde in Baku zu unterstützen, so überweisen sie ihren Betrag mit dem Kennwort Baku bitte auf das Konto unserer Gemeinde. Jeder Cent wird weitergereicht.

Unser Konto:

KGV Lobeda  DE40 5206 0410 0008 0122 61

Ich grüße sie herzlich, danke Ihnen und bleiben sie gesund und behütet

Ihre Ingrid Poschmann

Ralf Krieg
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1 Kommentar zu „Andacht am 30.04.2020“

  1. Einen ganz herzlichen Dank von unserer Ev.-Luth. Erlösergemeinde in Baku. Wir freuen uns sehr, dass die Kirchengemeinde in Jena-Lobeda an uns denkt. Wir bedanken uns für den Aufruf für die Sonntagskollekte für unsere Gemeinde. In der letzten Woche haben wir bereits ca. 70 Lebensmittelpakete an unsere Gemeindemitglieder und andere verteilt. Finanziert wurde dies durch das Auswärtige Amt. Auch der Deutsche Botschafter war bei der Lebensmittelverteilung dabei. Wir freuen uns, dass es mit der Kollekte aus Jena eine Fortsetzung geben kann.
    Das Kollektengeld werden wir für Lebensmittel und Medikamente verwenden und dabei auch noch andere Menschen erreichen.
    In Aserbaidschan hält die Quarantäne, unter der das ganze Land steht, noch an. Sie soll wohl in der nächsten Woche aufgehoben werden. Dann hoffen wir, uns als Gemeinde wieder treffen zu können und in unserer schönen Kirche Gottesdienst zu feiern.
    Einen herzlichen Gruß aus Baku,
    Bleiben Sie behütet,

    Ihr Gotthard Lemke

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