Andacht am 18.04.2020

Liebe Gemeinde,

Ja, richtig bemerkt, ein lustiges Video gibt es heute zu sehen. Wobei, was sucht der militaristisch aussehenden Mann da? Was soll eine grellbunte Hüpfburg in einer so kargen Gegend? Haben wir nicht genug ernsthafte Problem mit uns selbst?

Das Video zeigt den Auslöser für unser aktuelles Sozialprojekt. Ein Bekannter aus Berlin, von Beruf Kriegsberichterstatter, kommt regelmäßig nach Kurdistan und berichtet dort von einem der hoffnungsvollsten Stätten, die man am Lake Mossul aufsuchen kann: Dem Waisenhaus. Um den Kindern dort eine Freude zu machen, hatte er erfolgreich Spenden für eine Einhorn-Hüpfburg gesammelt. Das Video zeigt, wie die Kinder auf das Geschenk reagierten.

Beim Spenden kommt es wesentlich auf die eigene Überzeugung an. Geld an anonyme Projekte zu geben, geschieht manchmal nur aus Unsicherheit, aus Scham. Wer dagegen sieht, was mit seinen Gaben passiert, der bereichert sich selbst. Das wussten schon die Apostel: Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber. So steht es im 2. Korinther 9,7.

Auch auf unserer Webseite gibt es nun einen kleinen Einblick in das Leben am Lake Mossul. Ein neuer Link ist an der Seite eingefügt worden. Dort finden sich aktuelle Berichte von den Menschen vor Ort.

Was wohl sie derzeit tun? Nichts anderes als wir. Die Schule ist seit dem 24.3. wegen Corona geschlossen. Die Kinder wurden über die Gefahren und die notwendigen Maßnahmen aufgeklärt, dann haben ein Hilfspaket mit heim nehmen können. Da in der Schule auch handwerkliche Kurse angeboten wurden, können nun Viele nähen. Und wie sie nähen: Für die Kinder, für Polizisten, Ärzte, Krankenschwestern usw. nähen sie waschbare Masken aus Baumwollstoff.

Kurdistan ist weit weg. Aber es ist doch so nahe.

Ihr
Lutz Donnerhacke

Lutz Donnerhacke
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