🌏Weltgebetstag 2021 7 Pazifisches Inselland Vanuatu

Ingrid Poschmann


Worauf bauen wir

Liebe Gemeinde,

bauen wir ein Haus auf Stein oder bauen wir auf Sand?

Die Frauen aus Vanuatu nahmen dieses Gleichnis aus der Bergpredigt zum Thema ihrer Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag.

In normalen Zeiten hätten wir nach dieser Ordnung am 5.März 2021 den Gottesdienst gemeinsam mit den Frauen und Männern in der Welt gefeiert.

Leider können wir das in diesem Jahr nicht. Wir können aber darauf hinweisen, mit welchen Problemen Vanuatu zu kämpfen hat. Auf die Situation der Frauen sind wir eingegangen. Heute möchten ich Sie sensibilisieren für die existentiellen Probleme des Inselstaates.

Vanuatu, der kleine große Inselstaat im Pazifik ist das am stärksten von der Klimakatastrophe  bedrohte Land.

Erosion, Zyklone, Überschwemmungen, unregelmäßige Regenfälle,  Tropenstürme und der Anstieg  der Meere, an keinem Ort der Welt wird das Ausmaß des Klimawandels sichtbarer. Und man muss schon ehrlich sein. Die Menschen in Vanuatu tragen daran die wenigste Schuld.

Pele ist eine von 83 Inseln. Die Menschen haben ihre Häuser in der Nähe des Strandes gebaut. Sie leben seit Jahrhunderten vor allem vom Fischfang.

Klimaaktivisten weisen schon seit Jahren auf die Gefahren hin.  Das Korallenriff, das auch als Wellenbrecher fungiert,  ist zu 90 % eingegangen. Der Strand wir unterspült.

Knochen von Vorfahren liegen am Strand weil auch der Friedhof schon unterspült ist. Die Gräber zerstört. Auf der Insel Pele werden die Menschen umziehen müssen. Aber wer kommt dafür auf?

Geld hat Vanuatu vom Green Climate Fund (Klimafinanzierung) bekommen. 24 Millionen Dollar. Aber das reicht nur für die Aufklärungsarbeit.

Ralf Rengenvanu, der Ausminister von Vanuatu macht die Industriestaaten für die Situation verantwortlich. Er ist frustriert. Er möchte erreichen, dass in Den Haag ein Rechtsgutachten zum Klimaschutz angefragt wird. Einen Anwalt,  der die Sache Vanuatus vertritt gibt es schon.

 Ein langer Rechtsweg liegt vor Vanuatu.

Aber auch unser Weltgebetstag muss sich verändern. Hoffentlich hin zu mehr Solidarität, zu mehr gegenseitiger Verantwortung in neuen Formen , manchmal digital und manchmal ganz nah, zu mehr Klimaschutz! Sagt Irene Tokarski vom WGT Komitee in Deutschland.

Hoffen wir und beten wir mit den Menschen in Vanuatu und mit einem Segensgebet vom Weltgebetstag:

Gott, lass Du mich stehen auf sicherem Grund,
lass mich gehen auf schwankendem Boden.

Sei Du mir nahe, wenn sich die Sonne hebt.
Lass mich nun ablegen, was mich bedrängt,
und die sein, die nun empfängt.

In Deinen Segen will ich mich legen. Amen

Es grüßt Sie

Ihre Ingrid Poschmann

Ralf Krieg

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